SELBST. BESTIMMT.

Handbuch für Berliner Schülervertreter_innen

Einleitung

Themen der SV

Das 1x1 der SV Arbeit

Die Arbeit der SV

Demokratie und Schule

Service

Die Geschichte der Schüler_innenvertretung Wie alles begann … Dass es heute Schüler_innenvertretungen in allen öffentlichen Schulen gibt, ist keine Selbstverständlichkeit. Dies ist ein Ergebnis von Auseinandersetzungen um den richtigen Weg in der Förderung der Demokratie und von Protesten von Schüler_innen gegen eine autoritäre Schule, die jetzt aber auch schon wieder einige Jahrzehnte zurückliegen. Eine wichtige Erkenntnis ist die, dass die Schüler_innen ihre heutigen Rechte nicht geschenkt bekommen haben, sondern diese in der Vergangenheit erkämpft worden sind. Die Geschichte der Schüler_innenvertretung, so wie wir sie heute kennen, begann vor etwa einhundert Jahren. Mit der ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland, der Weimarer Republik, stellte sich 1919 die Frage, wie die Schulen ihre Schüler_innen auf das Leben in der neuen Gesellschaftsform vorbereiten sollen. Ein demokratischer Geist erfasste nach der Novemberrevolution 1918/19 die Bildungsminister der Länder, die versuchten, durch Erlasse über die Einsetzung von Schüler_innenausschüssen und Schüler_innenräten die Idee einer demokratischen Schule durchzusetzen. Letztendlich scheiterten sie mit ihren Ideen und Erlassen an dem unwilligen pädagogischen Personal in den Schulen. Die Zeit war für die Schüler_innenvertretung noch nicht reif. Aber es entstanden selbst organisierte Schüler_innengruppen, die für eine Veränderung der Schule – z. B. weg vom militaristischen Charakter – eintraten. Sie wurden mit der Machtübernahme der Nazis im Januar 1933 aufgelöst. In der Zeit des Nationalsozialismus (NS) von 1933 bis 1945 spielten Schüler_innenvertretungen keine Rolle. Das änderte sich nach dem Zusammenbruch des NS-Staates und dem anschließenden Neuaufbau der Bildungssysteme in den beiden deutschen Staaten. ... in der DDR
Die Entwicklung der Schüler_innenvertretungsarbeit in Ostdeutschland lässt sich in zwei Phasen unterteilen. In der ersten Phase bis 1949 existierten eigenständige Schüler_innenselbstverwaltungen (SSV), die in der pädagogischen Debatte und im schulpolitischen Handeln der damaligen Zeit eine wichtige Rolle spielten. Ihr relativ großes Aufgabenfeld ging deutlich über die Grenzen heutiger SV-Arbeit hinaus. Diskussionen darüber, dass die SVn über kein sog. politisches Mandat verfügen und sich somit so wie heutzutage nicht zu allgemeinpolitischen Themen äußern dürfen, gab es damals nicht. Nicht selten stellten die Schüler_innen eine eigene Öffentlichkeit durch z. T. äußerst kritische Schüler_innenzeitungen her, zeitweilig es kam zu schulübergreifenden Zusammenschlüssen der Interessenvertretungen, von denen einer sogar behördliche Anerkennung fand. In den Oberschulen wurde diese Interessenvertretungsarbeit vielfach als eine Vorform gewerkschaftlicher Interessenvertretung angesehen. Zwar existieren parallel zu diesen Schüler_innenvertretungen FDJ-Gruppen an den Schulen, doch gab es in dieser Zeit noch keine Beschlüsse, die Schüler_innenvertretungen durch die FDJ bzw. deren Kinderorganisation, die Pioniere, zu ersetzen. Dies geschah erst in der zweiten Phase ab 1949. Die FDJ wollte nicht warten und drängte deshalb auf höchster Ebene zu einem Grundsatzbeschluss zur Auflösung der SSV-Tätigkeiten. Am 19.12.1948 hatte sie ihr Ziel erreicht, denn die 17. Ministerkonferenz stellte die Weichen in Richtung Auflösung der SSV. Als Vertreterin der Gesamtinteressen der Jugend stand der FDJ nun das Recht der Vertretung der Schüler_innen in der Öffentlichkeit zu. Eine Interessenvertretungsarbeit der Schüler_innen im eigentlichen Sinne nahm der Jugendverband jedoch nicht wahr. Dennoch gab es einige Ausnahmen, bestehend aus Nischen, in denen in gewisser Weise Selbstbestimmung und eigene Ideen ausprobiert werden konnten. Orte dafür waren die an Schulen existierenden Schulklubs. Teilweise wurde auch unter dem Deckmantel der FDJ eine Arbeit durchgeführt, die in mancher Hinsicht an die Tätigkeit der SSV anknüpfte. ... in der BRD
Die Schüler_innenmitverwaltung (SMV) ist ein Ergebnis der Politik der West-Alliierten. In den Westzonen führten sie im Rahmen der sogenannten „Reeducation“ nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Schüler_innenmitverwaltung ein. Schüler_innen sollten demokratische Spielregeln erlernen. Der Schwerpunkt der Arbeit dieser institutionalisierten Schüler_innengruppen lag häufig – neben der obligatorischen Schulhofgestaltung – in der Organisation von Partys und von gegen die DDR gerichteten Gedenkstunden. Über einklagbare Rechte verfügten diese „Schüler_innenvertretungen“ nicht. Ihr Wirken sollte bewusst auf die jeweils eigene Schule beschränkt werden, die als homogener Raum dargestellt wurde, in dem es keine Interessengegensätze gibt. In Berlin wurde auf dieser Basis ein „Berliner Schüler_innenparlament“ gegründet. Mehr Rechte für Schüler_innen
Erst als es Ende der 60er Jahre auf Bundes- und Landesebene zu sozialliberalen Regierungen gekommen war, die unter dem Motto „Mehr Demokratie wagen“ einige Erstarrungen aufbrachen, und als gleichzeitig der Druck der Schüler_innenbewegung, die sich mit der Entwicklung der außerparlamentarischen Opposition (APO) politisiert hatte, auf die Regierungen zunahm, kam der Gedanke auf, auch Schüler_innen mehr Mitspracherechte einzuräumen. Der Schulmitwirkungserlass von 1968/69 der Bildungsminister der Länder institutionalisierte erstmals eine Schüler_innenvertretung, die zum Beispiel ein Teilnahmerecht an Lehrerkonferenzen und ein Stimmrecht in Fachkonferenzen hatte. Ein Entwurf zu einem Schulmitwirkungsgesetz von 1971 sah sogar ein politische Mandat vor, das Recht, sich zu sämtlichen politischen Themen zu äußern, sowie sehr umfangreiche Mitwirkungsrechte und günstige Mehrheitsverhältnisse in den Gremien. Leider ist dieser Entwurf nie Gesetz geworden. Die Schüler_innenschaft, die jetzt tatsächliche Mitbestimmung einforderte, zwang auch die Kultusministerkonferenz zu reagieren. Sie tat dies und erließ neue Rahmenrichtlinien für die Arbeit der SMVen. In Berlin wurde daraufhin am 5. Februar 1979 das Schulverfassungsgesetz (SVG) beschlossen, mit den uns heute bekannten Gremien und gesetzlichen Regelungen für die Schüler_innenvertretung. Der Reformeifer der Anfangsjahre bei der SPD war bereits weitgehend im Sande verlaufen, die Schüler_innenbewegung hatte erheblich an Kraft verloren und im Zuge der allgemeinen Terroristenpanik hatten konservative Juristen Hochkonjunktur. Dies zeigt, vor welchem geistigen Hintergrund das Schulmitwirkungsgesetz verabschiedet wurde. Grund für die Gewährung von Mitwirkungsmöglichkeiten war weniger, dass man Schüler_innen als Persönlichkeiten mit eigenen Interessen und Rechten erkannt hatte. Vielmehr erhoffte man sich durch die Beteiligung aller Betroffenen eine „Verbesserung der Entscheidungsqualität“ und mehr Zustimmung und bereitwillige Hinnahme von Einzelentscheidungen. Es schien ganz selbstverständlich, dass Lehrer_innen in allen Gremien mindestens die Hälfte der Stimmen haben mussten. Obwohl das Schulmitwirkungsgesetz einen deutlichen Rückschritt bedeutete, verloren sich die Schüler_innenproteste nach und nach. Mehr Demokratie ist nötig
Die Schüler_innenschaft entpolitisierte sich immer weiter, und das, obwohl (oder gerade weil) Schulen in der Bundesrepublik demokratiefreie Räume waren und noch immer sind. Mitbestimmungsmöglichkeiten von Schüler_innenvertretungen sind nach wie vor eingeschränkt, das allgemeinpolitische Mandat wird weiterhin verwehrt. Politisches Engagement wird an die Schulpolitik gefesselt, was die Ideologie fortschreibt, dass Schule und der Rest der Gesellschaft getrennt voneinander denkbar seien. Schule erfüllt in der Gesellschaft als eine der wenigen Institutionen, die jede_r durchlaufen muss, sehr wichtige gesellschaftliche Funktionen. Der Handlungsspielraum der SV bewegt sich praktisch jedoch auch heute oft noch zwischen der Organisation von Schulhofbegrünung und Partys – es sei denn, eine SV hat sich größere Arbeitsfelder erkämpft oder sie hat das Glück, eine_n progressive_n Schulleiter_in zu haben. In den relevanten Gremien an der Schule sind Schüler_innen stets in der Minderheit. Wer es ernst meint mit dem Bildungsauftrag der Schule, Schüler_innen zu demokratischem Denken und Handeln zu befähigen, muss ihnen auch die Möglichkeit geben, über die bedeutenden Fragen der Schule, des Großteils ihrer Lebensrealität, mindestens gleichberechtigt neben Lehrer_innen und Eltern mitzubestimmen. Diese fehlenden Mitbestimmungsrechte müssen in der SV erkämpft werden. Diesen Text von Vivianne Flügge haben wir der zweiten Auflage des Handbuches für Berliner Schülervertretungen „Reclaim the school“ von 2006 entnommen, leicht gekürzt und überarbeitet. Demokratische Schulentwicklung Das Schulsystem in Deutschland ist nach wie vor von starren Strukturen geprägt. Einige Schulen gleichen von innen eher Fabriken als einem Raum, in dem wirklich angenehm auch gelebt werden soll – denn Schulzeit ist auch Lebenszeit. Die Räumlichkeiten, wie auch die Schulstrukturen, wirken oft unveränderlich. Schüler_innen sind wenig daran beteiligt, was eigentlich gelernt wird und wie. Sind sie es doch, so hängt das oft an einzelnen Lehrer_innen. Die bestehenden Schulstrukturen mit ihren spärlich vorhandenen Partizipationsmöglichkeiten sind kein Ort, an dem Mitbestimmung leicht erlernbar gemacht wird. Vielmehr muss man sich mit vielen Widerständen abmühen, die den Eindruck entstehen lassen, dass Mitbestimmung eigentlich doch nicht gewollt ist. Mitbestimmung scheint oft als Bedrohung und zusätzlicher Aufwand begriffen zu werden. Das muss jedoch nicht so sein. Bis Mitte der 2000er Jahre arbeitete das bundesweit tätige Programm „Demokratie leben und lernen“ an der Demokratisierung von Regelschulen. Dabei wurden bestimmte Standards entwickelt bzw. festgehalten, die Schulen auszeichnen, die Partizipation und Demokratielernen fördern wollten. Das von diesem Programm verwendete Demokratiemodell hat das Ziel, Demokratie auf drei Ebenen zu erlernen: als Regierungsform,
als Gesellschaftsform: die eigene gesellschaftliche Umgebung als etwas Gestaltbares sowie Beeinflussbares zu begreifen und selbst Verantwortung dafür zu übernehmen,
als Lebensform: Verantwortung für das soziale Miteinander zu übernehmen. Stellen sich Schulen dem Anspruch der Demokratische Schulentwicklung, so müssen Strukturen an der Schule geschaffen werden, die Folgendes sicherstellen: Sichtbarkeit und Transparenz von Strukturen, die Beteiligung ermöglichen,
gelebtes und erlebtes Vertrauen in die Fähigkeiten von Schüler_innen und die Möglichkeit tatsächlichen Wirksamseins und Erfolges bei der Umsetzung eigener Projekte und vielfältige Möglichkeiten sich auf unterschiedlichen Ebenen verantwortungsvoll einzubringen,
Unterstützung von Schüler_innen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und Mitbestimmungsgelegenheiten, sodass eine wirklich aktive Rolle eingenommen werden kann,
Förderung des Zusammenlebens von Menschen mit ganz unterschiedlichen ethnischen, religiösen und kulturellen Hintergründen und Förderung der Wertschätzungskultur für diese Unterschiede. Dies kann sowohl durch die Stärkung bestehender Strukturen als auch den Aufbau von neuen Strukturen geschehen, die Teilhabe ermöglichen. Stärkung von Vorhandenem: Seminare für Schüler_innenvertretungen
Coaching der Vorstände der SV
Fortbildung für die Lehrer_innen zu Schüler_innenvertretung und Demokratiepädagogik
Einführung von zwei verpflichtenden Unterrichtseinheiten zu Beginn des Schuljahres zu Aufgaben von Klassensprecher_innen und SV
Freistellung von SV-Lehrer_innen und Sozialarbeiter_innen mit einem eigenen Stundendeputat für die Unterstützung der SV-Arbeit Einführung neuer Beteiligungsmöglichkeiten (müssen evtl. über die Schulkonferenz beantragt werden) Klassenrat: eine basisdemokratische Einrichtung, bei der das soziale Miteinander sowie Anliegen, Probleme und Konflikte der Klasse besprochen werden können.
Schülerparlament: repräsentative Beteiligungsform, die durch die Integration von projektorientierten Ansätzen mehr Beteiligung ermöglicht.
Open Space: eine 2-3 tägige Konferenz, bei der zu Beginn Jede_r Themen, über die er oder sie sprechen möchte, einbringen kann und dann Zeiten und Orte festgelegt werden, wann die an dem Thema Interessierten darüber sprechen wollen.
Deliberationsforum: in Form einer Konferenz wird ein schulspezifisches Thema oder ein gesellschafts-politisches Thema diskutiert. Das Deliberationsforum kann z. B. als eine Mischung aus Kleingruppenphasen, Podiumsdiskussionen von Expert_innen und Plenumsphase durchgeführt werden. Audit: versammelt Vertreter_innen verschiedener schulinterner Akteursgruppen, um den Ist-Stand der Schule in einem spezifischen Thema oder Qualitätsmerkmal (z. B. Schülerbeteiligung) gemeinsam zu bewerten und daraus konkrete Schritte zur Veränderung zu ziehen.
Zukunftswerkstatt: vielseitig einsetzbare Methode, bei der alle an der Schule Beteiligten zusammen für die Zukunft der Schule Ideen entwickeln können.
Systemische Mediation: Strukturen, mit denen innerhalb von Klassen oder der Schule Probleme gelöst werden können ohne dass eine Autorität (wie die Schulleitung) eingreifen muss.
„Service Learning“: Schüler_innen bearbeiten aktiv reale kommunale Probleme. So unterstützen beispiels-weise Hauptschüler_innen Eltern mit Migrationshintergrund bei der Kommunikation mit der Schule ihrer Kinder oder es leisten Schüler_innen soziale Dienste für Senioren. Das große Potenzial all dieser Maßnahmen ist zum einen das Erlernen von Demokratie. Der andere und nicht zu unterschätzende große Vorteil von Partizipationsverfahren ist die Möglichkeit, dass die Zufriedenheit mit dem Ort, an dem man sich tagtäglich bewegt, und die Identifikation mit demselben deutlich steigen kann. Weitere Unterstützung: (  Kapitel Service) Hinweis Es gibt die Möglichkeit, über die Schulkonferenz Schulversuche bei der Schulverwaltung zu beantragen (§76 BerlSchulG). Demokratische Schulen Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Kritik an der von autoritären Strukturen und Auswendiglernen geprägten Staatsschule das erste Mal lauter. Folge waren im Rahmen der sog. Reformpädagogik (Reform des Bestehenden) die Gründung von Landerziehungsheime und das Aufkommen der Jugendbewegung in Deutschland. In Großbritannien entstand 1924 die heute älteste „Demokratische Schule“ „Summerhill“. Heute gibt es weltweit ca. 100 Demokratische Schulen, die jedoch nach sehr unterschiedlichen Konzepten arbeiten. Die meisten dieser Schulen existieren in den USA und Israel. Hinter den Demokratischen Schulen steckt die Idee der „Demokratischer Erziehung“, welche sich durch drei Grundbegriffe auszeichnet: Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Freiwilligkeit in Bezug auf das Lernen. Demokratische Schulen zeichnen sich durch zwei wesentliche Merkmale aus: Schüler_innen entscheiden selbst, was und wann sie mit wem lernen,
es gibt eine Schulversammlung, der alle Schulangehörigen (Schüler_innen und Lehrer_innen) angehören, das gleiche Stimmrecht haben und alle für die Schule relevanten Entscheidungen getroffen werden. An Demokratischen Schulen besteht die Aufgabe der Lehrer_innen darin, den Kindern bei der Beantwortung ihrer Fragen und bei der immer eigenständigeren Erfüllung ihrer Bedürfnisse zu helfen. Lehrer_innen sind somit eher Lernbegleiter_innen statt Wissensvermittler_innen. In Deutschland gibt es ca. zehn Demokratische Schulen, die gleichzeitig sog. Freie Schulen sind, d. h. in freier Trägerschaft, also nicht wie andere Schulen vom Staat, sondern als Verein betrieben werden. Die älteste Demokratische Schule in Deutschland ist die „Kapriole“ in Freiburg. Sie und auch andere Freie Schulen mussten zunächst jedoch lange um ihre Anerkennung kämpfen, bevor sie legal arbeiten konnten. Neben den demokratischen Schulen gibt es jedoch in mehreren Bundesländern staatliche genehmigte Versuchsschulen. Eine davon ist die seit 1974 bestehende wissenschaftlich begleitete Laborschule in Bielefeld. Der Begründer der Laborschule Hartmut von Hentig hatte den Gedanken, eine Schule zu konzipieren, die neben der Vermittlung von traditionellem schulischen Wissen zur Demokratie erzieht. Die Grundidee dabei war, dass Schüler_innen in der Schule Demokratie erfahren müssen, um sie später auch selbst leben zu können. Die Laborschule unterscheidet sich in mehreren Punkten von klassischen Schulen: es gibt keine Noten bis Klasse 9
Schüler_innen tragen von Beginn an Verantwortung für Teilbereiche in der Schule
es gibt viele kleine „Versammlungen“, bei denen Schüler_innen Verantwortung für Treffen übernehmen
Lernen ist als Erfahrungslernen organisiert Auch im Erwachsenenbereich gab und gibt es immer wieder Experimente, Lernen demokratischer zu gestalten: Alternativ- oder Gegen-Unis, die sich in Deutschland oft nach Studierendenprotesten gründeten,
Die Schule für Erwachsenenbildung – eine selbstorganisierte Schule in Kreuzberg, an der (junge) Erwachsene ihr Abitur nachholen können. Die benannten Projekte und Schulen sind (noch) gesellschaftliche Randerscheinungen. Der Glaube daran, dass Bildung so organisiert werden muss, wie in Regelschulen ist noch stark verbreitet – auch wenn sich immer wieder Menschen aufmachen, Bildung anders zu organisieren, als sie das selbst in ihrer Kindheit und Jugend erlebt haben.

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